Wir machen Kommunalpolitik, nicht Parteipolitik – Sozial, inklusiv & innovativ,
weil die Stadt allen gehört!
Liebe Marburgerinnen und Marburger,
Marburg erlebt steigende Mieten, knappe Betreuungsplätze, fehlende Freizeitangebote, Verkehrs- und Nachverdichtungsprobleme, veraltete Verwaltung, langsame Infrastruktur und Gebührenlast. Wir stehen für Lebensqualität für alle statt Profitmaximierung.
Was wir wollen:
Soziale Gerechtigkeit:
- bezahlbarer Wohnraum
- Mietobergrenzen dort, wo es nötig ist
- starker Sozial- und Kinderbetreuungsbereich
- faire Löhne in der Stadtverwaltung und bei Diensten der Stadt
Lebenswerte Stadt:
- moderne, barrierefreie Infrastruktur
- Ausbau von Rad- und Fußwegen
- ÖPNV-Taktverdichtungen
- sichere Schulen, Kitas und Gesundheitsversorgung.
Demokratische Teilhabe:
- transparente Haushaltsplanung
- stärkere Bürgerbeteiligung
- klare Gegenfinanzierung statt Kürzungen bei Sozialleistungen.
Gegen Ausgrenzung:
- klare Haltung gegen Rechtsruck
- Obdachlosenhilfe und Unterstützung für Geringverdienende
- bessere Integration von Geflüchteten
Lokale Opposition mit Rückenwind:
Wir arbeiten unabhängig von übergeordneten Parteivorgaben, vertreten die Interessen der Mehrheit der Marburger/-innen vor Ort.
Warum Marburger Linke?
Wir haben Ressourcen freigesetzt, konkrete Erfolge erzielt (z. B. stadtweite Sozialberatung, Marburg-Pass-Verbesserungen, Mieterstrommodelle, Rückführung von Aufgaben in die Stadtverwaltung, Tariflöhne in der Altenhilfe, Radwegeausbau, Bodennutzung).
Dennoch bleibt viel zu tun:
Viele soziale Errungenschaften stehen unter Druck. Wir brauchen eine stabile, kommunale Opposition, die die Stimme der Mehrheit hört und ohne landes- oder bundespolitische Vorgaben handelt.
Geben Sie am 15. März 2026 Ihre Stimme für eine starke, konsequente kommunale Opposition – der Marburger Linke.
Nutzen Sie Briefwahl, wenn Sie verhindert sind!
Die Wohnungsfrage ist die Soziale Frage
In Marburg steigen Mieten, bezahlbarer Wohnraum wird knapp. Bund und Land fördern Bodenspekulation und Luxussanierungen, während sozialer Mietwohnungsbau vernachlässigt wird. Der Mietspiegel steigt erneut, Wohnen wird zum Luxus; Obdachlosigkeit nimmt zu. Wir müssen das stoppen und umkehren.
Wohnen für alle, nicht Gewinnmaximierung
Jede/r braucht eine Wohnung – Jung, Alt, Alleinerziehende, Studierende, Azubis, Wohngemeinschaften.
Mietpreisbremsen, sichere Belegungsrechte und sozialer Mietwohnungsbau müssen zentral sein. Gewinne für Eigentümer dürfen nicht Vorrang haben.
Klarer Politikwechsel in Marburg
Öffentliche Hand, statt private Profite:
- GeWoBau stärken
- leerstehende Kommunalflächen für bezahlbaren Wohnraum nutzen
- Bodenbevorratung durch eine geachtete SEG sicher finanzieren
- Öffentlich geförderten Wohnungsbau priorisieren
- Belegungsrechte verlängern
- Mieten stabilisieren
- Nebenkosten durch ökologische Bauweisen senken
- Leerstand nutzen
- Vorlage einer Marburger Strategie – leerstehende Wohnungen zu erfassen, zu vermieten oder selbst zu vermieten
- Sozialer Wohnungsbau als zentrale Stadtentwicklung, kein Verkauf an große Gewinnunternehmen.
Wohnung ist Gemeinwohl, kein Marktgut
Wohnen fördert Gemeinschaft – es ist keine Ware. Es stärkt Teilhabe. Wohnungen gehören in öffentliche Hand. Verkäufe an gewinnorientierte Großbaugesellschaften sollen verboten werden.
Für dringend benötigte Fachkräfte in Städten (Erzieher/-innen, Busfahrer/-innen, Azubis u. a.) sind Werkswohnungen ein Anreiz. Die Stadt soll Mitarbeiterwohnungen schaffen.
Unsere Forderungen/ Standpunkte:
- Städtische Wohnbauoffensive durch GeWoBau
- Umwandlung von Indexmietverträgen in reguläre Verträge
- Keine spekulativen Mieten; Mieten deckeln
- Keine Bodenspekulation; Baurecht nutzen
- Sozialquote 50% erhöhen
- Leerstände erfassen, bewohnerfreundlich nutzen; Vermietung an Stadt
- Sozialer Wohnungsbau und Preisbindung sichern
- Keine Privatisierungen – Einführung Vorverkaufsrecht
- Gemeinschaftliches Wohnen stärken
- Sozialverträgliche, warmmietenneutrale Sanierung
- Kein Verkauf öffentlicher Grundstücke
- Konzeptvergabe nach Gemeinwohl/Genossenschaften
- Vergabe an Dritte nur in Erbpacht
Stadtentwicklung Marburg – Wohnen, Verkehr, Infrastruktur – wie wollen wir leben?
- Wir fordern einen offenen Stadtentwicklungsplan (STEP) mit echter Bürgerbeteiligung aller Akteursgruppen (Anwohner/-innen, Geschäftsleute, Universität) – statt Investorendruck.
- Gleiches Baurecht und Denkmalschutz für alle; keine Extrawürste für das „Große Geld“
- Transparente, ergebnisoffene Planungen von Anfang an – keine verdeckten Beauftragungen externer Moderatoren
- STEP als Leitlinie, als Basis für formelle Pläne (Bebauungspläne, Regionaler Flächennutzungsplan) und Fördermittel.
- Analyse der Ausgangslage, Entwicklungstendenzen und konkreter Handlungsbedarf als Grundlage.
Ziel:
Integrierte, inklusive Stadtentwicklung ohne Wildwuchs und mit gemeinwohlorientierter Planung.
Der Stadtentwicklungsplan soll folgende Handlungsfelder für Marburg definieren:
- Bauliche Entwicklung, Wohnen, Soziales und Kultur, Altstadtsatzung
- Mobilität und Energie
- Grün- und Freiflächen, Freizeit und Sport
- Wirtschaft und Tourismus
Für Marburg braucht es ein gesamtstädtisches Freiraumentwicklungskonzept, inklusive einer verbindlichen Freiflächengestaltungssatzung als Leitfaden. Angesichts des Klimanotstands, zunehmender Hitze und Insektensterbens ist nachhaltige Freiraumplanung nötig. Schottergärten sollen verboten werden; doch reicht das nicht. Es braucht breite Kooperationen mit Institutionen und Vereinen, um Transparenz, Klarheit und eine kühlende Wirkung in den Sommern sicherzustellen.
- Die Lärm- und Emissionsbelastung durch die Stadtautobahn B3a verringern, um Wohn- und Aufenthaltsqualität deutlich zu verbessern.
Die lärmende und stinkende B3a zerschneidet Marburg – Zeit für eine unterirdische Verkehrsführung. Wir möchten die Fluss- und Stadtqualität zurückholen – Ruheinseln, Begegnungszonen, kreative Nutzflächen, Spiel- und Gesundheitsflächen. Sozialer Wohnungsbau plus preiswerten Wohnraum, sollte durch Rückfinanzierung gesichert und bezahlbar sein. Der Verkehr würde unter der Erde rollen – für eine lebendige, bezahlbare Stadt für alle.
Auskömmliche kommunale Finanzierung
Aus Sicht unserer Organisation macht es wenig Sinn, zentral wichtige kommunale Leistungen zu kürzen.
Bei stagnierenden kommunalen Mitteln und wachsenden Aufgaben von Land und Bund brauchen wir eine Einnahmenstrategie statt weiterer Sparmaßnahmen:
- gemeinschaftliche Klage gegen missbräuchliche Finanzpolitik von Bund/Land
- Gewerbesteuerhebesatz auf 460 Punkte erhöhen
- Standortbedingungen für Gewerbe mit Maßnahmen wie Werkswohnungen, Werksbussen, Jobticket stärken.
- Gleichzeitig Sparpotenziale rechtskonform nutzen – weniger Doppelstrukturen, Open-Source-IT
- Streichung der 4. Magistratsstelle
- Rückführung polizeilicher Aufgaben ins Ordnungsamt – Abschaffung Stadtpolizei
- Längst überfällige Investitionen in Infrastruktur, Kita und Schule müssen endlich umgesetzt werden. Die kommunalen Einnahmen müssen genutzt werden; der Sondervermögen-Rüstungsbereich belastet Kommunen.
- Keine sozialen Kürzungen – unser Plan sichert ein solidarisches Marburg
Arbeit, Tarif- und Vergaberichtlinien
Tarifbindung stärken
- Aktive Förderung von Tarifverträgen
- Ausweisung der Tarifbindung in städtischen Beteiligungsberichten
- Bei Vergaben: Tarifbindung als Voraussetzung; keine Auslagerung (z. B. Reinigung), sondern Rückführung
- Regionale, tarifgebundene Unternehmen bevorzugen
- Fachkräfte sichern
- Umschulungs- und Qualifizierungsoffensive in Verwaltung und städtischen Unternehmen, Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen
- Mehr Ausbildungsplätze und erleichterte Integration international Zugewanderter in den Arbeitsmarkt
- Beteiligung an Kampagnen gegen Fachkräftemangel (z. B. „Talentscouts im Handwerk“) – Wohnen als Anreiz
- Verbundprogramm mit GeWoBau für bezahlbare Werkswohnungen
- Zielgruppen: Erzieher/-innen, Pflegekräfte, Busfahrer/-innen, Feuerwehrleute etc.
- Passgenaue Wohnungen und bezahlbarer Alltag als zentrale Herausforderung
- Faire Löhne, starke Daseinsvorsorge und nachhaltige, regionale Wirtschaftskraft
Soziales Marburg – Marburger Sozialfonds
Marburger Sozialfonds
- Einführung Sozialfonds, schnelle und unbürokratische Hilfen für in Not geratene Menschen.
- Maßnahmen: Gutscheine für energiesparende Geräte, Verhinderung von Strom/ Gas/ Wassersperren, Wohnraumschutz
Gesundheit im Quartier stärken
- Quartiersarbeit ausbauen, Vereinsamung entgegenwirken
- Niedrigschwellige Beratung für alle – mehrsprachig und auf Augenhöhe
Kinder, Jugendliche und Schulen
- Wegen steigender psychischer Belastungen müssen Maßnahmen ausgebaut werden
- Mehr Sozialpädagoge/-innen – Schulsozialarbeit zur Entlastung der Lehrkräfte
Gesundheitslotsen und Sozialbegleitung
- Team erklärt Befunde/Therapien, begleitet zu Einrichtungen und Angeboten
- Orientierung im „Versorgungsdschungel“, besonders bei Sprach- und Sozialhürden
- Schuldner/-innen Beratung – stadtweit
- Begegnungszentren und Treffpunkte
Hintergrund
Armut macht krank – Krankheit macht arm/ viele Gruppen sind betroffen (u. a. Pflege, Busfahrer/-innen, Rentner/-innen, Studierende, Geflüchtete). · Bestehende Angebote sichern und ausbauen – für eine gesunde Stadt für alle
Ein Marburg für alle – die Gemeinschaft schützen
- Klare Ablehnung der Sozialkürzungen; Unterstützung aller, die sich dagegen wehren
Sozialplanung ausbauen
- Mehr zentrale, niedrigschwellige Beratungsangebote
- Servicestelle im Erwin-Piscator-Haus erweitern: Schuldnerberatung ergänzen
- Sozialkompass als Info-Broschüre stärken
Armut und Wohnungslosigkeit bekämpfen
- Sofortmaßnahmen wegen steigender Zahlen bei Obdachlosigkeit und Sozialleistungen
- Versprechen endlich umsetzen: Neubau Obdachlosenunterkunft starten, Vinzi-Dorf klären/ realisieren
- Wohnraum sichern und neu schaffen, Wohnsituation stabilisieren, Schutz vor Gewalt
- Not lindern, Beratung sichern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen
Frauenhaus schützen und ausbauen
- Sicherer Schutzraum und Beratung für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und Kinder
- Zusätzliche Plätze nach Vorgaben der Istanbul-Konvention schaffen
- Verlässliche Finanzierung, Fachpersonal und 24/7-Erreichbarkeit sichern
- Mehr Sicherheit, schnelle Hilfe und nachhaltiger Schutz vor Gewalt
Unsere Kinder wollen gut untergebracht sein
- Zu wenig Kita-Plätze, besonders U3
- Viele Kitas marode oder nur eingeschränkt nutzbar; Notunterkünfte statt Regelbetrieb
- Chronischer Personalmangel in Kitas, Jugendamt und Bauabteilung
- KiTaBauProgramm (KiBaP) seit 2017/2018 angekündigt, bis heute nicht umgesetzt
- Ausfälle belasten Eltern massiv bis hin zur Jobkündigung
- Höhere/ erneute Gebühren sind inakzeptabel
- Deutlich mehr Kinder mit Bildungs- und Teilhabeberechtigung: 222 (23%) → 325 (34%)
- Plätze ausbauen, Sanierungen vorziehen, Personal aufstocken, KiBaP sofort umsetzen – ohne Gebührenerhöhungen und mit sozialer Entlastung
2026 verpflichtenden Ganztagsschule – Eine Schule für alle
Ganztag kommt – Schulen umbauen
- Ab 2026/27 verpflichtende Ganztagsbetreuung in der Grundschule
- Weg von „Flurschulen“ hin zu modernen, flexiblen Lernorten BiBaP kritisch
- Bildungs-Bau-Programm bleibt hinter Ansprüchen zurück – eher Sparprogramm als Modernisierung
- Bisher nur punktuelle Mängelbehebung, großer Sanierungsstau
Akute Defizite
- Adolf-Reichwein-Schule und Martin-Luther-Schule ohne Sporthalle
- an der Martin-Luther-Schule zu wenig Klassenräume – Unterricht wird teilweise ausgelagert an die Sophie-von-Brabant-Schule (Uferstraße)
- Temmler-Halle nicht mehr nutzbar
- Neubau Mosaikschule gestrichen
- Neubau Erich-Kästner-Grundschule ohne Förderschulzweig geplant – Inklusion verpasst
Was moderne Schulen brauchen
- Helle, ruhige Klassenräume
- Gemeinschafts- und Ruheräume, Bewegungs- und Kreativangebote
- Flexible Bühnenlösungen, Cafeteria/ Mensa
- Freiflächenkonzept und Synergien zwischen Schulen
- BiBaP neu aufstellen und finanzieren, Inklusion mitbedenken, Sporthalle Adolf-Reichwein-Schule bauen, Mosaikschule und Förderschulzweige sichern – für zeitgemäße, inklusive Lernorte.
Gymnasiale Oberstufe an der Richtsberg-Gesamtschule (RGS) einrichten
Unverständlich: Ganztags-Gesamtschule im größten Stadtteil ohne Oberstufe – trotz jahrelanger Unterstützung der Schulgemeinde
Vorteile: Aufwertung des Stadtteils, weniger pendelbedingter Verkehr, Stärkung eines modernen Schulkonzepts
Gleichwertige Bildungschancen vor Ort und nachhaltige Schulentwicklung am Richtsberg
Ganztagsangebot in Grundschulen
Die Ganztagsbetreuung ab 2026 (auch in den Ferien) erfordert hohe Investitionen in Räume und Personal. Bund und Land verlangen die Umsetzung, stellen aber keine Mittel dafür bereit
Forderung: Stadt soll mit anderen Kommunen per Sammelklage Finanzierung nach Art. 104a GG (Konnexität: „Wer bestellt, zahlt.“) durchsetzen
Rechtssichere Finanzierung ohne zusätzliche Belastung des städtischen Haushalts
Aufenthaltsqualität für Freizeit verbessern
Viele Spiel- und Bolzplätze sind in schlechtem Zustand. Die beantragte Mängel- und Sanierungsliste wurde seit Jahren trotz Zusage vom Magistrat nicht geliefert. Die KiJuPa-Umfrage mit mehr als 2200 Kindern ergab den Antrag die Forderungen ernst zu nehmen und umzusetzen. Transparente Liste, klare Prioritäten und zügige Sanierungen – mit echter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Inklusive Spielplätze müssen selbstverständlich sein
Forderungen/ Standpunkte (Zusammenfassung)
Spielplätze für alle
- Inklusive, barrierefreie Plätze (auch Mehrgeneration); Recht auf Spiel sichern; Mängelliste veröffentlichen.
Kitas
- U3-Plätze ausbauen, besseren Personalschlüssel
- KiBaP endlich vorlegen/umsetzen
- Marode Kitas/Schulen sanieren bzw. neu bauen
- Bedarfsgerechte Öffnungszeiten
Schulen
- Mosaikschule neu und inklusiv
- Gymnasiale Oberstufe an der RGS
- Kostenloses, gesundes Mittagessen
- Kostenlose Schülerbeförderung, Km-Regel abschaffen
Personal
- Mehr Stellen und Aufwertung in Sozial- und Erziehungsberufen
Ganztag & Ferien
- Finanzierung der Ganztagsbetreuung sichern; ggf. Sammelklage (Konnexität)
- Ferienbetreuung bedarfsgerecht ausbauen; Träger auskömmlich finanzieren
Jugend & Räume
- KiJuPa-/ Jugendbericht-Forderungen umsetzen
- Konsumfreie Treffpunkte schaffen
Schutz vor Gewalt
- Weitere Frauenhausplätze nach Istanbul-Konvention
Altersarmut entgegenwirken
Immer mehr ältere Menschen mit niedrigen Renten und höherem Unterstützungsbedarf
- Pflegekosten steigen, Fachkräfte fehlen
- Mehr altersbedingte Behinderungen, Gefahr von Vereinsamung und Isolation
Forderungen:
- statt angedachter Kürzung: Erhalt und Ausbau der erfolgreichen Projekte „Gemeindeschwester 2.0“ und „In Würde teilhaben“
- verlässliche (finanzielle) Unterstützung von Initiativen in den Stadtteilen, die dort der Vereinsamung entgegenwirken und den sozialen Zusammenhalt stärken (Beispiel: Gut Älterwerden in Wehrda e.V.)
- Projekte für gemeinschaftliches Wohnen/ Mehrgenerationenwohnen unterstützen und fördern
- Teilhabe fördern, Treffpunkte, Nachbarschaftsnetze, niedrigschwellige Angebote – Würdiges, bezahlbares und sozial eingebundenes Altern in Marburg
Teilhabe für alle – Barrierefreiheit schaffen
- UN-Behindertenrechtskonvention konsequent umsetzen
- Altstadt sicherer machen: barrierefreie Streifen auf Kopfsteinpflaster
- Volle Zugänglichkeit in Behörden, Bildung, Kultur und Freizeit
- Digitale Barrieren abbauen; Infos auch in Leichter Sprache
- Assistenzleistungen auskömmlich sichern
- Beratungsstellen und Träger (z. B. fib e. V., EUTB, Lebenshilfe) stärken
- Stadt als Vorbild: mehr inklusive Beschäftigung im öffentlichen Dienst
- Projekte für gemeinschaftliches/Mehrgenerationenwohnen fördern
- Barrierefreiheit bei Neubauten konsequent umsetzen
- Ausreichend Behindertenparkplätze, besonders zentral
- Behindertenbeirat aufwerten: Berichtsrecht an die Stadtverordnetenversammlung (Gleichstellung mit KiJuPa und Ausländerbeirat)
- Uneingeschränkte Teilhabe in allen Lebensbereichen – analog und digital, für alle Generationen
Sport – ein Türöffner in vielerlei Hinsicht, Powerbooster für Gesundheit und Integration
Sport wirkt sich positiv aus auf die Gesundheit, Integration, Zugehörigkeit, Werte wie Fairness und Respekt. Marburg als „Sportstadt“ hat großen Nachholbedarf bei Anlagen und Konzepten
Aktuelle Probleme
- Georg-Gaßmann-Stadion: kein Flutlicht, marode Lauf-, Weit- und Hochsprunganlagen
- Im Jahr 2025: Hallenschließungen wegen Einsturz-/Feuchteschäden – Mängelübersicht und Sanierungsplan nötig
- Aquamar: Dauerbaustelle, Schließungen wegen Dachsanierung
Forderungen/ Standpunkte:
- Gesamtkonzept Schwimmen erstellen; Hallenbad Wehrda länger öffnen
- Fitnessparcours ausweiten
- MTB-Trail in Kooperation mit Uni und Verein „Freestyle“ ausweisen – naturverträglich, pädagogisch sinnvoll, Jugend beteiligen
- Ehrenamt stärken, Behindertensport fördern
- Angebot der „Sportstadt“ sichern und ausbauen
- Sporthalle für die ARS
- Geschlossene Hallen ertüchtigen
- Großsportfeld sanieren
- Flutlicht im GGS
- Keine Erhöhung der Hallengebühren
- Special Olympics unterstützen
Verkehrswende durch Marburger Flatrate-ÖPNV & hessenweites Schülerticket
- Marburger Flatrate-ÖPNV einführen
- Advents-Fahrscheinlosigkeit aufs ganze Jahr ausweiten: zuverlässig, schnell, staufrei, leiser und ohne Ticketstress
- Hessenweites Schülerticket für alle
- Kilometer-Regel abschaffen, alle Marburger Schüler/-innen einbeziehen
- Mehr soziale Teilhabe – Klassenfahrten und Ausflüge werden möglich, besonders für einkommensschwache Familien
- Schnelle, soziale und klimafreundliche Verkehrswende: mehr Fuß-, Rad- und Busverkehr, weniger Hürden und Emissionen
Mobilität
Marburg für alle erreichbar machen – gleichberechtigt, schnell und zuverlässig
- Schnellere Busverbindungen; Expressbus im Stadtgebiet nicht ausbremsen
- Sichere, durchgängige Schnellradwege
- Jobticket, Carsharing und E‑Bike-Förderung als Auto-Alternativen
- Fahrscheinlosen/kostenlosen ÖPNV prüfen/ umsetzen – Rückenwind auch aus der Wirtschaft
- Regelmäßige, transparente Bilanz mit Beteiligung der Bürger/-innen
Ziele:
- Weniger Autos in der Innenstadt beleben Handel und Gastronomie
- Zugänge bleiben gesichert: Arztpraxen, Pflege, Einkäufe – weniger Stau entlastet alle
- Staufreie City, bessere Luft und höhere Aufenthaltsqualität – ein Gewinn für alle
Photovoltaik-Flächennutzung optimieren
Der Klimanotstand erfordert massiven PV-Ausbau. Viele geeignete Flächen bleiben ungenutzt – v. a. auf privaten Bestandsgebäuden.
- Problem im Bestand
- Neubauten teils mit PV-Pflicht, aber Bestandsbau hat Finanzierungs- und Umsetzungshemmnisse.
Lösungen:
- Gezielt fördern – Zuschüsse, zinsgünstige Darlehen, Steuerberatung/ One-Stop-Beratung
- Modelle stärken: Dachpacht, Mieterstrom, Energiegenossenschaften, Sammelausschreibungen.
- Kommunale Dächer priorisieren, Bürokratie abbauen, Solarkataster/Info-Kampagne nutzen.
Forderungen/ Standpunkte:
- gemeinwohlorientierte Bodenpolitik – keine Gewinne mit dem kostbaren Gut Boden
- Keine großflächigen Bodenversiegelungen, konsequentes umsetzen Innen- vor Außenentwicklung.
- Verbot von Bodenspekulation, Vergabe in Erbbaupacht
- Schwammstadtkonzept anwenden
- Flatrate ÖPNV, Schülerticket für alle – Aufhebung der unsolidarischen KM-Regelung
- Schutz vor Verkehrslärm und -gestank
- Photovoltaiknutzung im Einklang der Natur und wenn möglich in Genossenschaftsmodellen
- Schnellere, sozial gerechte und naturverträgliche PV-Ausweitung auf Dächern und Flächen – mit hoher Beteiligung und geringer Hürde
Starke Stadtteile = starke Stadtgesellschaft
Gute Infrastruktur (Einkaufen, Post, Zentren, Pflege, Spielplätze) steigert Lebensqualität. Bewohner/-innen-orientierte Quartiersarbeit fördert Nachbarschaft, Teilhabe und Demokratie vor Ort.
Forderungen/ Standpunkte:
- Begegnungsorte erhalten/schaffen: Familien- und Quartierszentren, mehr Verkehrsberuhigung, Barrierefreiheit, Grünflächen, Sitz- und Spielflächen; Hitze-Hotspots reduzieren
- Stadtteil-/Familienzentren und Bürgerhäuser mit Sozialberatung ausstatten
- Nahversorgung sichern: Geschäfte und Märkte für den täglichen Bedarf
- Mehr Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche: inklusive Spielflächen und Gesundheitsparcours
- Lebenswerte, soziale und demokratische Quartiere für alle.
Kommunale Mitbestimmung – Mach Dich stark für Deinen Ort
Die Marburger Linke steht für echte kommunale Demokratie mit wirksamer Mitbestimmung. Menschen sollen in offenen Versammlungen zu Wort kommen – gemeinsam mit Vereinen, Ortsbeiräten und Stadtteilgemeinden.
Forderungen/ Standpunkte:
- Stadtteilversammlungen mit Vorschlags- und Vetorechten gegenüber der Stadtverordnetenversammlung
- Versammlungsbasierter Beteiligungshaushalt: mehr Kompetenzen und Einfluss für Bürger/-innen
- Unabhängige Quartiersarbeit zur Förderung von Engagement und nachbarschaftlicher Solidarität
- Sozialentwicklungspläne für gleichberechtigte Teilhabe in allen Stadtteilen
Bürgerräte / Bürgerbeteiligung – Partizipation ausbauen
Die Wahlbeteiligung 2021 in Marburg lag bei 55,1%. Die Stimmenanteile hierbei waren Grüne 26,01%, SPD 23,55%, Klimaliste 6,42%. Die aktuelle Stadtregierung repräsentiert nur 30,84% der Wahlberechtigten → die faktische Minderheit
Frühmaßnahme: Fraktionslose wurden vom Rederecht in Ausschüssen ausgeschlossen – entgegen früherer Marburger Praxis und der in vielen hessischen Städten
Forderung/ Standpunkte:
- Mehr direkte Beteiligung bei wichtigen Projekten:
- Bürgerbefragungen
- Bürgerräte
- Bürgerteilhaushalt
Bürgerräte gelten als wirksames Beteiligungsformat (international belegt) Hinweis zu Bürgerräten: https://participedia.net/
Frieden schaffen durch Solidarität, Erinnerung und Dialog
Die Marburger Linke steht seit ihrer Gründung im Jahr 1993 als Friedensliste für Abrüstung, friedliche Konfliktlösung und humanitäre Hilfe. Angesichts weltweiter Kriege fordert sie die unbürokratische Aufnahme von Geflüchteten, Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern, lehnt Aufrüstung und das 100-Mrd.-Bundeswehr-Sondervermögen ab und setzt auf Frieden durch Solidarität, Erinnerungskultur und Dialog.
Forderungen/ Standpunkte:
- Marburg als sicherer Ort für Geflüchtete, Deserteure und Kriegsdienstverweigerer
- Marburger Friedenspreis ausloben
- Keine Bundeswehrwerbung an Schulen und im Stadtbild
- Keine öffentlichen militärischen Veranstaltungen
- Keine Militärforschung an der Universität
Miteinander auf Augenhöhe – Solidarität statt Abschottung bei Migration und Integration
Solidarische, integrative Migrationspolitik auf Augenhöhe. Alle Menschen zählen – unabhängig von Flucht- oder Migrationsgeschichte. Geflüchtete sollen zentrumsnah und menschenwürdig untergebracht werden (Gemeinschaftsräume, gute Aufenthaltsqualität, Dolmetscher/-innen, Pädagoge/-innen, Sprachkurse). Ziel ist es schnelle, gleichberechtigte Teilhabe in Alltag, Arbeit, Kitas/Schulen und Politik zu schaffen. Fluchtursachen bekämpfen statt Geflüchteten – mit entkoppelter Entwicklungszusammenarbeit. Die „Festung Europa“ wird abgelehnt; Mittel von FRONTEX in Hilfe und zivile Seenotrettung umleiten.
Forderungen/ Standpunkte:
- Marburg als „Sicherer Hafen“: Willkommen heißen und zivile Seenotrettung unterstützen
- „Solidarity City“: Teilhabe auch ohne Papiere
- Zentrumsnahe, würdige Unterbringung mit Gemeinschaftsräumen, Aufenthaltsqualität, Dolmetscher/-innen, Pädagoge/-innen, Sprachkursen
- Schnelle Integration: angemessener Wohnraum, Zugang zu Ausbildung, Arbeit, Kitas/Schulen
- Gesundheitsversorgung auch für Menschen ohne Aufenthaltstitel
- Ausländerbeirat stärken und beibehalten
- Vielfalt als Gewinn für eine bunte Stadtgesellschaft
- Fluchtursachen bekämpfen als Kern der Migrationspolitik
- Recht auf Asyl verteidigen
- Keine stigmatisierenden Sonderregelungen; Geld- statt Sachleistungen
- Ausreichende Finanzierung durch Bund und Land sichern
Solidarische Stadtgesellschaft gegen Faschismus, Rassismus und Ausgrenzung
Für eine ausnahmslos solidarische Stad – konsequent gegen Rassismus, Hass und Ausgrenzung. Trotz Weltoffenheit gibt es weiterhin Diskriminierung (z. B. Racial Profiling) und mehr Übergriffe auf Obdachlose. Rechte Akteure (u. a. AfD) befeuern Ausgrenzung. Wir stellen uns rechter Hetze entschieden entgegen und unterstützen antifaschistische Arbeit vor Ort.
Forderungen/Standpunkte:
- Aktive Erinnerungs-, Aufklärungs- und Versöhnungsarbeit gegen Hass, Rassismus und Antisemitismus
- 8. Mai als Tag der Befreiung offiziell würdigen; ganzjährige Erinnerungspolitik
- Unterstützung von Projekten gegen Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Homophobie – in und außerhalb der Stadtverordnetenversammlung
Interkulturelles Zentrum – Für Kommunikation und friedliches Zusammenleben!
Marburg braucht ein zentral gelegenes interkulturelles Zentrum als offenen Begegnungsort. Menschen aus 146 Nationen sollen sich kennenlernen, Vorurteile abbauen und gemeinsam leben lernen.
Kernpunkte:
- Zentrale Lage als niedrigschwelliger Treffpunkt für alle – mit und ohne Migrationsgeschichte
- Raum für Austausch, Kennenlernen und Freundschaften; Abbau von Vorurteilen
- Beispielgebend für andere Städte – Marburg kann Schule machen
Kultur und Freizeit für jeden
Kultur ist essenziell für Marburgs Zusammenhalt und Identität. Die Vielfalt entstand durch viele Akteur/-innen – sie muss erhalten und vor Kürzungen geschützt werden. Solidarität mit Kulturschaffenden heißt: faire Bedingungen statt prekärer Arbeit. Ohne Kultur wird’s still.
Kernpunkte:
- Kultur ist kommunale Aufgabe mit großem Gestaltungsspielraum – keine Kürzungen
- Kulturschaffende leisten überdurchschnittlich viel, oft unbezahlt – soziale Absicherung stärken
- Breites Angebot für alle Zielgruppen erhalten – kein Ausspielen von Akteuren
- Kultur und Sport sind der Kitt der Stadtgesellschaft; Ehrenamt unverzichtbar
Forderungen/ Standpunkte:
- Teilhabe an Kultureinrichtungen über den Marburg-Pass ausweiten
- Kürzungen im Kulturetat zurücknehmen
- Modellprojekt gegen prekäre Beschäftigung; Renten sichern
- Kinokunst fördern
- Stadtbücherei stärken
- Mehr kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche fördern
Tierschutz
Das Marburger Tierheim leistet unverzichtbare, kommunale Pflichtarbeit – rund um die Uhr. Es versorgt, medizinisch betreut und vermittelt Tiere, leistet Aufklärung und Jugendarbeit. Kastrationen reduzieren Streuner und Krankheiten. Die aktuellen Gebäude sind marode, Quarantäne und Gruppenhaltung teils unmöglich – der Neubau ist überfällig.
Forderungen/ Standpunkte:
- Sofortiger Neubau des Tierheims auf dem vorgesehenen Gelände
- Abschaffung der „Rasseliste“ und entsprechende steuerliche Entlastungen
- Keine Erhöhung der Hundesteuer
- Einführung einer Tiertafel für bedürftige Halter/-innen
- Kostenlose tierärztliche Basisversorgung für Tiere wohnungsloser und finanziell belasteter Menschen
- Freiwilliger Marburg-Hundeführerschein
Digitalisierung I: Umweltdatenzentrierter SmartCity-Ausbau, LoRaWAN & Freifunk Marburg, öffentliche Datenbereitstellung
Umweltdatenzentrierte SmartCity für Marburg: kontinuierlich messen, offen bereitstellen (Open Data nach FAIR), Open-Source-first. Nutzung und Ausbau von Freifunk Marburg und LoRaWAN gemeinsam mit Initiativen und Bürger/-innen statt teurer proprietärer Systeme.
Schwerpunkte:
- Automatisierte Fahrzeugzählungen
- Flächendeckendes Lärm- und Luftschadstoff-Monitoring
- Sensorik für Starkregen, Pegel und intelligente Bewässerung
- Biodiversitätsmonitoring
- Fokus auf B3a/ Stadtautobahn und weitere Verkehrshotspots
Ziele:
- Öffentliche Bereitstellung der Messdaten (Dashboard/API) nach FAIR-Prinzipien
- Fundierte Entscheidungen für Umwelt- und Gesundheitsschutz
- Belastbare Datenbasis für rechtliche Schritte (z. B. mit der Deutschen Umwelthilfe) gegenüber Land und Bund
Digitalisierung II: Ersatz sicherheitskritischer US-IT-Dienste durch OpenSource-Lösungen, Einhaltung von DSGVO-Vorgaben, Volldigitales Stadtbüro, wirtschaftlicher Innovationsschub durch kommunale Entwicklungsaufträge
Open-Source-first für Marburgs Verwaltung: Weg von sicherheitskritischen US-IT-Diensten (z. B. Windows), hin zu freien Systemen – für Sicherheit, Souveränität, DSGVO-Konformität und geringere Kosten. Volldigitales Stadtbüro mit inklusiven Alternativen. Innovationsschub durch kommunale Open-Source-Aufträge.
Kernpunkte:
- Ablösung von Windows & Co. durch Open-Source bei OS, Office, Datenbanken, Cloud
- Datenschutz & Souveränität: DSGVO-konform, keine externen Abflüsse, europäische Infrastruktur
- Kostensenkung: Lizenzen sparen, Mittel lokal wirksam einsetzen
- Wirtschaft & Innovation: kommunale OSS-Entwicklungsaufträge; Lösungen aus Marburg für andere Kommunen lizenzieren
- Volldigitales Stadtbüro mit barrierefreien/analogen Zugängen – niemand wird ausgeschlossen
- Übergang: Fachverfahren (z. B. Finanzbuchhaltung) vorerst in VMs weiter betreiben
- Change-Management: Schulungen und Begleitung für Mitarbeitende – jetzt umsetzen statt Ausreden
- Mehr Sicherheit, Unabhängigkeit, Compliance und Effizienz für die städtische IT
